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E-Commerce kompakt vom 01.10.2026: Apple Pay in fast jedem zweiten Shop, Amazon-Lagerdienst GWD kommt nach Deutschland, ChatGPT & Co. nennen vor allem Amazon

E-Commerce kompakt: Apple Pay als Standard, Amazon GWD und KI-Sichtbarkeit

„E-Commerce kompakt“ ist unser tägliches News-Format für Onlinehändler: drei Meldungen, jeweils mit dem, was sie für deinen Shop bedeuten. Am 1. Oktober 2026 liefen die drei Themen als Stories auf Instagram und Facebook. Hier sind sie in ausführlicher Form.

1. Apple Pay in fast jedem zweiten großen Onlineshop

Das EHI Retail Institute hat für den „E-Commerce-Report Deutschland 2026“ die 1.000 relevantesten B2C-Onlineshops und Marktplätze in Deutschland analysiert. Ergebnis bei den Wallets: PayPal ist mit 96,3 Prozent nahezu überall vertreten. Apple Pay legt deutlich zu und erreicht 49,0 Prozent der Shops – im Vorjahr waren es 37,8 Prozent. Google Pay steigt von 23,1 auf 32,0 Prozent, das europäische Wero kommt erst auf 3,0 Prozent.

Kauf auf Rechnung bieten 81,7 Prozent der Shops an, Ratenkauf oder Finanzierung 45,9 Prozent. Beim Kundenservice zeigt der Report: 40,8 Prozent der Shops haben einen Chat, und der Großteil davon (77,9 Prozent) ist KI-gestützt.

Für dich heißt das: Wallets wie Apple Pay und Google Pay werden zum Standard im Checkout. Prüfe, ob dein Zahlungsanbieter sie unterstützt und ob sie in deinem Shop aktiviert sind.

Quelle: EHI – Bezahlen mit der Wallet, chatten mit der KI (29.09.2026)

2. Amazon bringt Lagerdienst GWD nach Deutschland

Amazon führt seinen Dienst „Global Warehousing and Distribution“ (GWD) bis Ende 2026 in Deutschland ein, außerdem in Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Japan und Kanada. Das Prinzip: Händler schicken eine komplette Produktionscharge an ein zentrales Amazon-Lager in der Nähe ihrer Fabrik. Von dort wird die Ware erst bei tatsächlicher Nachfrage an die FBA-Fulfillment-Center der einzelnen Länder verteilt.

Die Lagerkosten sollen laut Amazon niedriger sein als beim bisherigen Dienst AWD, und die FBA-Lager sollen bis zu fünf Tage schneller aufgefüllt werden. Bestände müssen also nicht mehr vorab in Länderchargen aufgeteilt werden.

Für dich heißt das: Wenn du per FBA in mehreren Ländern verkaufst und selbst importierst, kann GWD die Bestandsplanung vereinfachen. Vergleiche die Konditionen, sobald sie für Deutschland feststehen.

Quelle: etailment – Amazons Lagerdienst kommt nach Deutschland (29.09.2026)

3. KI-Assistenten nennen vor allem Amazon

Der Medienanalyst Onclusive hat ausgewertet, wie häufig und wie prominent Marktplätze in Antworten von ChatGPT und Perplexity vorkommen. Amazon führt mit 19,3 Prozent KI-Sichtbarkeit, dahinter Walmart (14 Prozent), Alibaba (12,6 Prozent), Shopify (11,6 Prozent) und eBay (11,1 Prozent). Bester europäischer Marktplatz ist Zalando mit 3,9 Prozent.

Die Analyse sieht einen Zusammenhang zwischen Medienpräsenz und KI-Sichtbarkeit: Wer in Medien häufig vorkommt, taucht auch in KI-Antworten häufiger auf. Europäische Marktplätze schneiden insgesamt deutlich schwächer ab.

Für dich heißt das: KI-Assistenten werden neben Suchmaschinen zu einem Weg, über den Kunden Produkte finden. Damit deine Marke dort auftaucht, helfen Präsenz in Medien und auf großen Marktplätzen.

Quelle: etailment – KI bevorzugt Amazon (29.09.2026)


E-Commerce kompakt erscheint regelmäßig als Kurzvideo auf den Seller2Go-Kanälen und hier im Blog. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.

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