
E-Commerce kompakt: Apple Pay in jedem zweiten Shop, Pflichten bis Jahresende, Flink-Hack
„E-Commerce kompakt“ ist unser tägliches News-Format für Onlinehändler: drei Meldungen, jeweils mit dem, was sie für deinen Shop bedeuten. Das Video dazu lief am 2. Oktober 2026 auf Instagram, Facebook, LinkedIn und YouTube. Hier sind die drei Themen in ausführlicher Form.
1. Apple Pay in fast jedem zweiten Onlineshop
Das EHI Retail Institute hat am 29. September 2026 seinen E-Commerce-Report Deutschland 2026 vorgestellt. Ausgewertet wurden die 1.000 wichtigsten B2C-Anbieter in Deutschland – Onlineshops, hybride Marktplätze und reine App-Anbieter – aus Sicht der Kundinnen und Kunden.
Beim Bezahlen dominieren digitale Wallets: PayPal bieten 96,3 Prozent der Shops an, Kreditkarte 96,6 Prozent. Apple Pay hat deutlich zugelegt und liegt jetzt bei 49,0 Prozent (zuvor 37,8 Prozent), Google Pay bei 32,0 Prozent. Das neue europäische Bezahlverfahren Wero ist erst bei 3,0 Prozent der Shops verfügbar. Außerdem bieten rund 41 Prozent der Shops einen Chat an – davon laufen 77,9 Prozent mit KI.
Für dich heißt das: Apple Pay und Google Pay sind bei den großen Shops inzwischen Standard. Prüfe, ob dein Checkout die Wallets anbietet, die deine Kundschaft erwartet.
Quelle: EHI – Bezahlen mit der Wallet, chatten mit der KI (29.09.2026)
2. Drei neue Pflichten bis Jahresende
OnlinehändlerNews hat die wichtigsten rechtlichen Stichtage im vierten Quartal 2026 zusammengefasst:
- 20. November 2026: Mit der Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie gelten strengere Bonitäts- und Hinweispflichten bei „Buy now, pay later“ und Ratenkäufen. Das betrifft Checkout, AGB, Banner und Produktseiten.
- 9. Dezember 2026: Die modernisierte Produkthaftung erweitert den Produktbegriff unter anderem auf Software und KI-Systeme.
- 30. Dezember 2026: Große und mittlere Unternehmen müssen nach der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) nachweisen, dass Rohstoffe wie Holz, Kakao, Soja, Kautschuk oder Kaffee nicht von entwaldeten Flächen stammen.
Für dich heißt das: Stimme Checkout-Texte und Ratenkauf-Hinweise rechtzeitig mit deinem Zahlungsanbieter ab und sammle Nachweise aus deiner Lieferkette.
Quelle: OnlinehändlerNews – BNPL, Produkthaftung & Amazon-Garantie: Die rechtliche To-Do-Liste fürs letzte Quartal (28.09.2026)
3. Flink-Hack: Erpresser schreiben Kunden direkt an
Beim Lieferdienst Flink haben Cyberkriminelle nach Bericht von OnlinehändlerNews Daten von rund einer Million Kundinnen und Kunden sowie 13.000 Mitarbeitenden erbeutet: Namen, E-Mail-Adressen, Postanschriften und Telefonnummern. Passwörter und Zahlungsdaten sind nicht betroffen. Ungewöhnlich ist das Vorgehen: Die Erpresser schreiben die Kunden direkt per E-Mail an und fordern 0,005 Ether (rund 11,50 Euro) pro Person. Flink hat einen Sicherheitsvorfall bestätigt, die Zahlen aber nicht, und rät, nicht zu zahlen.
Für dich heißt das: Leg einen Notfallplan für Datenpannen an – mit Zuständigkeiten, Meldewegen und vorbereiteter Kundenkommunikation.
Quelle: OnlinehändlerNews – Cyberangriff auf Flink: Erpresser fordern Lösegeld von Kunden (29.09.2026)
Quellen
- Bezahlen mit der Wallet, chatten mit der KI, EHI Retail Institute, 29.09.2026
- BNPL, Produkthaftung & Amazon-Garantie: Die rechtliche To-Do-Liste fürs letzte Quartal, OnlinehändlerNews (Händlerbund), 28.09.2026
- Cyberangriff auf Flink: Erpresser fordern Lösegeld von Kunden, OnlinehändlerNews (Händlerbund), 29.09.2026
E-Commerce kompakt erscheint regelmäßig als Kurzvideo auf den Seller2Go-Kanälen und hier im Blog. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
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