
E-Commerce kompakt: Prime Deal Days, EU-Gebühr 2 € pro Artikel, Retourenkosten
„E-Commerce kompakt“ ist unser tägliches News-Format für Onlinehändler: drei Meldungen, jeweils mit dem, was sie für deinen Shop bedeuten. Das Video dazu lief am 5. Oktober 2026 auf Instagram, Facebook, LinkedIn und YouTube. Hier sind die drei Themen in ausführlicher Form.
1. Amazon Prime Deal Days starten am Dienstag
Amazon veranstaltet die Prime Deal Days 2026 am 6. und 7. Oktober. Das Event startet am Dienstag um 0:01 Uhr und läuft 48 Stunden. Es ist exklusiv für Prime-Mitglieder; Amazon kündigt über eine Million Angebote an, neue Deals starten dreimal täglich. Viele Produkte sollen zum niedrigsten Preis der vergangenen zwölf Monate erhältlich sein.
Für dich heißt das: Auch wenn du selbst keine Deals einstellst, steigen in diesen zwei Tagen Traffic und Preisdruck. Prüfe Bestände und Preise – auf Amazon und im eigenen Shop – und halte sie synchron.
Quelle: Amazon Press Center – Die Prime Deal Days kehren am 6. und 7. Oktober zurück
2. EU-Gebühr steht fest: 2 € pro Artikel ab 1. November
Die EU-Kommission hat die Bearbeitungsgebühr für Kleinsendungen aus Drittstaaten festgelegt: Ab dem 1. November 2026 werden 2 Euro pro Artikel fällig – nicht pro Paket. Die Gebühr gilt für Direktsendungen an Verbraucherinnen und Verbraucher und muss von den E-Commerce-Plattformen bzw. -Betreibern bezahlt werden. Sie kommt zur 3-Euro-Zollpauschale hinzu, die seit dem 1. Juli 2026 gilt. Plattformen aus Drittstaaten gelten zollrechtlich künftig als Importeure. Hintergrund: Jährlich gelangen rund 4,6 Milliarden Kleinsendungen in die EU, 91 Prozent davon aus China.
Für dich heißt das: Der Preisvorteil von Billig-Importen über Temu, Shein und Co. schrumpft weiter. Wer selbst aus Drittstaaten direkt an Kunden versendet, sollte die Kalkulation prüfen.
Quelle: etailment – 2 Euro pro Artikel ab November: Was die EU-Zollreform für Shops und Plattformen ändert (04.10.2026)
3. Händler zahlen Retouren immer öfter selbst
Laut der EHI-Studie „Versand-, Verpackungs- und Retourenmanagement im E-Commerce 2026“ übernehmen 60,6 Prozent der Onlinehändler die Retourenkosten komplett – im Vorjahr waren es 49,2 Prozent. Nur noch 10,6 Prozent geben die Kosten vollständig an die Kundschaft weiter (2025: 18,0 Prozent). Als Gründe nennen die Händler vor allem Kundenzufriedenheit und -bindung (76,2 Prozent) sowie Kundenerwartungen und Wettbewerb (64,3 Prozent). Größter Kostentreiber ist der Rücktransport (70,6 Prozent). In der Mode haben 67,8 Prozent der Händler eine Retourenquote über 20 Prozent. Mehr als ein Viertel kann die eigenen Retourenkosten nicht beziffern.
Für dich heißt das: Kostenlose Rücksendung wird wieder Standard. Kenne deine Retourenkosten pro Auftrag – nur dann kannst du Preise, Versandkosten und Retourenbedingungen sinnvoll kalkulieren.
Quelle: OnlinehändlerNews – Online-Händler übernehmen Retourenkosten komplett (01.10.2026)
Quellen
- Die Prime Deal Days kehren am 6. und 7. Oktober zurück, Amazon Press Center, 09/2026
- 2 Euro pro Artikel ab November, etailment, 04.10.2026
- Online-Händler übernehmen Retourenkosten komplett, OnlinehändlerNews (Händlerbund), 01.10.2026
E-Commerce kompakt erscheint regelmäßig als Kurzvideo auf den Seller2Go-Kanälen und hier im Blog.
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