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E-Commerce kompakt vom 19.10.2026: Meta-Pixel misst Käufe auf dem Gerät, easyShop: die Konditionen, Google startet Warenkorb für viele Shops, Kühlschrank-Hack: 700 Märkte betroffen

E-Commerce kompakt: Meta-Pixel auf dem Gerät, easyShop-Konditionen, Google Universal Cart, Update Kühlschrank-Hack

„E-Commerce kompakt“ ist unser tägliches News-Format für Onlinehändler: die wichtigsten Meldungen, jeweils mit dem, was sie für deinen Shop bedeuten. Das Video dazu lief am 19. Oktober 2026 auf Instagram, Facebook, LinkedIn und YouTube.

1. Meta-Pixel misst Käufe auf dem Gerät

Ab dem 12. November 2026 führt Meta schrittweise eine Funktion ein, die Conversions auf dem Endgerät der Kundinnen und Kunden misst und dem Kampagnen-Reporting zuordnet. Laut einer Mail des Meta Business Teams müssen Händler dafür keinen Code ändern; die Funktion wird für Datensätze, die bereits Events senden, per Opt-out aktiviert und lässt sich im Events Manager abschalten. Der Abgleich soll auf dem Gerät stattfinden, an Meta gehe nur die Information, dass ein Kauf stattgefunden hat und welcher Kampagne er zuzurechnen ist. Eine Einwilligung erwähnt Meta nicht. wortfilter verweist darauf, dass § 25 TDDDG für das Speichern und Auslesen von Informationen auf Endgeräten eine Einwilligung verlangt, und dass Meta die Verantwortung für die Rechtsgrundlage den Händlern zuweist.

Für dich heißt das: Prüfe, ob dein Consent-Tool das Pixel ohne Zustimmung vollständig blockiert. Sichere vor dem 12. November deine Conversion-Zahlen und kontrolliere danach, dass Pixel, Conversions API und On-Device-Messung denselben Kauf nicht doppelt zählen. Entscheide, ob du die Funktion nutzt, und passe gegebenenfalls deine Datenschutzerklärung an.

Quelle: wortfilter.de – Meta Pixel misst Conversions auf dem Gerät (18.10.2026)

2. easyShop: die Konditionen

Der Marktplatz easyShop des easyJet-Gründers ist seit dem 13. Oktober 2026 auch in Deutschland erreichbar. Die Grundgebühr beginnt bei 29 Euro pro Monat (weitere Tarife 79 und 299 Euro). Die Provision liegt je nach Kategorie bei 7 bis 20 Prozent des Gesamtpreises inklusive Versand, Standard sind 15 Prozent. Bei Erstattungen fallen 20 Prozent des Bestellwerts an, maximal 6 Euro. Für die Zulassung verlangt easyShop mindestens 50 Bewertungen aus den letzten zwölf Monaten mit durchschnittlich 4,5 bis 5 Sternen, eine GTIN für jedes Produkt und schließt Gebrauchtware aus. Eine Stichprobe von onlinemarktplatz.de zeigte fehlende Felder für Sicherheitsdokumente und Herstellerangaben.

Für dich heißt das: Rechne Grundgebühr, Provision und Erstattungsgebühren gegen deine Kosten auf Amazon, Kaufland oder Otto, bevor du einsteigst.

Quelle: onlinemarktplatz.de – easyShop Deutschland startet mit bis zu 20 Prozent Verkaufsgebühr (16.10.2026)

3. Google startet Warenkorb für viele Shops

Google hat in den USA den „Universal Cart“ gestartet: einen Warenkorb in der Google-Suche (AI Mode) und in der Gemini-App, der Produkte verschiedener Händler sammelt, über Preissenkungen und wieder verfügbare Artikel informiert und die Bezahlung über Google Pay ermöglicht. Händler bleiben laut Google Verkäufer, verschicken die Bestellbestätigung und übernehmen den Kundenservice. Nächste Märkte sollen Kanada, Australien und Großbritannien sein; für die EU gibt es keinen Termin.

Für dich heißt das: Akuter Handlungsbedarf besteht nicht. Halte aber Preise, Verfügbarkeit und Varianten im Merchant Center aktuell – KI-Shopping-Funktionen greifen genau auf diese Daten zu.

Quelle: wortfilter.de – Google Universal Cart: USA ja, EU nein (16.10.2026)

4. Update: Kühlschrank-Hack größer als gedacht

Am 14. Oktober hatten wir über Cyberangriffe auf smarte Kühlanlagen in Supermärkten berichtet und – wie t3n – eine erste Schadensschätzung von 300.000 Euro genannt. Diese Zahl ist überholt: Laut onlinemarktplatz.de waren nach Angaben des französischen Wirtschaftsministers rund 700 von etwa 10.000 Supermärkten in Frankreich betroffen, darunter Filialen von Intermarché, Netto, Coopérative U, Carrefour, Monoprix und E.Leclerc. Intermarché beziffert die eigenen Verluste auf mehrere zehn Millionen Euro an einem Tag. Betroffen waren unter anderem Steuerungen von Danfoss und Copeland; viele der Geräte sind laut Herstellern älter und erhalten keine Sicherheitsupdates mehr. Täter und Einfallstor sind weiter unbekannt.

Für dich heißt das: Prüfe, welche vernetzten Geräte in deinem Betrieb laufen, und nimm alte Geräte ohne Sicherheitsupdates vom Netz oder schotte sie ab.

Quelle: onlinemarktplatz.de – Cyberangriff auf Kühlanlagen trifft 700 französische Supermärkte (17.10.2026)

Quellen


E-Commerce kompakt erscheint regelmäßig als Kurzvideo auf den Seller2Go-Kanälen und hier im Blog. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.

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