E-Commerce kompakt: Black Friday ohne Fakeshop-Verdacht, Otto und dm in ChatGPT
Wie dein Shop vor dem Black Friday vertrauenswürdig wirkt und was es bedeutet, dass Otto und dm jetzt als Plugins in ChatGPT beraten. Die E-Commerce-News vom 23.10.2026.

Inhalt
„E-Commerce kompakt“ ist unser tägliches News-Format für Onlinehändler: drei Meldungen, jeweils mit dem, was sie für deinen Shop bedeuten. Das Video dazu lief am 23. Oktober 2026 auf Instagram, Facebook, LinkedIn und YouTube. Heute: Black Friday und KI-Shopping.
1. Wirkt dein Shop wie ein Fakeshop?
Black Friday ist am 27. November 2026, die Black Week läuft vom 23. bis 30. November. Gerade dann kommen viele Neukunden, die deinen Shop nicht kennen – und prüfen, ob er echt ist. Kein Einzelmerkmal entscheidet: Ein niedriger Preis oder eine neue Domain machen einen Shop nicht verdächtig, wohl aber fehlende Kontaktdaten, unklare Zahlarten und eine schwer auffindbare Firmenhistorie.
Was hilft:
- Telefon, E-Mail und feste Servicezeiten zeigen – auch auf Produkt- und Warenkorbseiten. Formular, Mailversand und Rückruf vorher testen.
- Echte Bewertungsprofile verlinken statt Screenshots, Firmendaten überall gleich halten.
- Nur Gütesiegel nutzen, die du führen darfst, und auf den Nachweis verlinken. Nur Zahlarten zeigen, die wirklich funktionieren.
- Impressum, Lieferzeiten, Versandkosten und Rückgabe auch mobil leicht auffindbar machen.
- Rabatte begründen, Mengen und Lieferzeiten ehrlich angeben – keine künstliche Knappheit, keine Countdown-Timer.
- Zeigt der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale Gelb, ist das kein Betrugsbeweis – aber ein Anlass, die Ursachen zu beheben.
Für dich heißt das: Lass jemanden, der deinen Shop nicht kennt, auf dem Handy Firma, Bewertungen und Kontakt suchen.
Quelle: wortfilter.de – Black Friday: Shop-Vertrauen (22.10.2026)
2. Otto berät jetzt in ChatGPT
Seit dem 20. Oktober ist Otto als Plugin in ChatGPT verfügbar. Mit „@OTTO“ starten Nutzer eine Kaufberatung, laut Bericht sind über 19 Millionen Produkte durchsuchbar. Gekauft wird weiterhin auf otto.de – ChatGPT liefert den Kontakt. Otto hat seine Schnittstellen dafür mit dem offenen Model Context Protocol (MCP) kompatibel gemacht und ist außerdem einer der ersten europäischen Testpartner für Werbung in ChatGPT. Für den eigenen KI-Assistenten auf otto.de meldet Otto bis zu 37 Prozent höhere Bestellwerte. Zahlen zum Plugin gibt es noch nicht, und ob Produkte von Marktplatzpartnern ausgespielt werden, ist offen.
Für dich heißt das: KI-Shopping beobachten, aber nicht darauf verlassen.
Quellen: wortfilter.de – Otto ChatGPT-Plugin (21.10.2026), retail-news.de
3. dm zieht nach – Produktdaten zählen
Seit dem 22. Oktober ist auch dm als Plugin in ChatGPT: Kunden bekommen dort Empfehlungen, können Produkte vergleichen und Details zu Filialen abrufen. Für Händler zeigt sich ein Muster: KI-Assistenten werden zur neuen Einkaufsberatung – und sie können nur empfehlen, was sie verstehen. Vollständige Produkttexte und gepflegte Merkmale entscheiden mit, ob ein Produkt überhaupt in Frage kommt.
Für dich heißt das: Pflege Produkttexte und Merkmale vollständig. Wenn du mit JTL arbeitest, hilft dir dabei Content Master von Seller2Go direkt in der JTL-Wawi.
Quelle: Lebensmittel Zeitung – Agentic Commerce: dm öffnet sich für ChatGPT (22.10.2026)
E-Commerce kompakt erscheint regelmäßig als Kurzvideo auf den Seller2Go-Kanälen und hier im Blog.



