Wochenrückblick KW 44: Amazon-Händler, Etsy-Fotopflicht, EU-Gebühr, DHL 2027 und die E-Rechnung
Die wichtigsten E-Commerce-News der KW 44 auf einen Blick – plus neu: Wer ab 2027 E-Rechnungen verschicken muss.

Inhalt
Die Woche im Onlinehandel in einer Minute: Hier sind die wichtigsten Meldungen der KW 44 aus unserem täglichen Format „E-Commerce kompakt“ – plus eine neue Meldung vom Freitag. Das Video lief am 30. Oktober 2026 auf Instagram, Facebook, LinkedIn und YouTube.
Montag: 7.000 Händler weniger auf Amazon
Laut Amazon sind nur noch gut 40.000 deutsche Händler auf der Plattform aktiv – rund 7.000 weniger als im Vorjahr. Zusammen setzen sie über 20 Milliarden Euro um, das Auslandsgeschäft wächst aber kaum noch. Für dich heißt das: Nicht nur auf einen Kanal setzen. Zum Beitrag
Dienstag: Etsy verlangt echte Fotos
Seit dem 22. Oktober braucht jedes Etsy-Angebot mindestens ein unbearbeitetes Foto des echten Artikels – auch bestehende Angebote. KI-generierte Anleitungen sind verboten. Für dich heißt das: Bestehende Angebote prüfen. Zum Beitrag
Dienstag: EU-Gebühr – der Start wackelt
Die EU-Bearbeitungsgebühr von 2 Euro je Warenposition gilt erst ab dem zehnten Tag nach Veröffentlichung im EU-Amtsblatt. Geplant war der 1. November, die Veröffentlichung stand zuletzt aber aus. Betroffen sind vor allem Fernverkäufe direkt aus Drittländern, etwa Dropshipping. Für dich heißt das: Die Gebühr trotzdem schon einpreisen. Zum Beitrag
Mittwoch: DHL plant Aufpreise für 2027
Laut einem Rundschreiben an Geschäftskunden plant DHL für 2027 neue Aufpreise – etwa 2,99 Euro für den zweiten Zustellversuch und eine Maut fürs Kleinpaket. Offiziell bestätigt ist das noch nicht. Für dich heißt das: Versandkosten 2027 im Vertrag prüfen. Zum Beitrag
Donnerstag: Schlechte Suche vertreibt Kunden
Laut einer Nosto-Umfrage in den USA und Großbritannien verlassen 59 Prozent einen Shop wegen schwacher Suche, 40 Prozent halten KI-Tools für hilfreicher. Für dich heißt das: Die eigene Shopsuche mit Tippfehlern und Synonymen testen. Zum Beitrag
Neu: E-Rechnung wird 2027 Pflicht
Seit 2025 müssen alle Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen empfangen können. Ab dem 1. Januar 2027 müssen Händler mit mehr als 800.000 Euro Gesamtumsatz im Vorjahr E-Rechnungen auch verschicken – an Geschäftskunden in Deutschland, nicht an Privatkunden. Wer darunter liegt, hat noch bis Ende 2027 Zeit; spätestens ab 2028 gilt die Pflicht für alle. Ein einfaches PDF per E-Mail ist keine E-Rechnung; gängige Formate sind XRechnung und ZUGFeRD. Ausnahmen gibt es unter anderem für Kleinbetragsrechnungen bis 250 Euro brutto und für Kleinunternehmer.
Für dich heißt das: Wenn du an Firmen verkaufst, stell deine Rechnungen jetzt auf XRechnung oder ZUGFeRD um – und prüf, ob dein Shop- oder Warenwirtschaftssystem das schon kann.
Quelle: OnlinehändlerNews – E-Rechnung ab 2027 (30.10.2026)
Schönes Wochenende! E-Commerce kompakt erscheint regelmäßig als Kurzvideo auf den Seller2Go-Kanälen und hier im Blog.



